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An meinem Job liebe ich eines besonders: neue Menschen kennenzulernen, ihre Geschichten zu hören, zu verstehen, Fragen zu stellen, dazuzulernen. Andererseits liebe ich es, all diese Dinge an meine Leser*innen und Zuschauer*innen weiterzugeben. Vielleicht ein wenig dazu beizutragen, aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen. Daher war mein Interviewtermin in der letzten Woche ein echt schöner, auf den ich mich sehr gefreut habe und der mich so beeindruckt hat, dass ich euch auch heute in schriftlicher Form von Justina, unserem Gespräch und ihrer Meningokokken-Erkrankung erzählen möchte. 

Justina ist eine junge Frau, sie hat rotblonde Locken, ein breites Lachen und einen außergewöhnlichen, coolen Style (ich darf sowas noch sagen, ab 50 Jahren kann „außergewöhnlich“ auch befremdlich wirken). Justina ist 24 Jahre alt und wenn man sie reden hört und ihr gegenübersitzt, würde man zuerst denken, dass da einfach nur eine nette Frau sitzt, mit der man gerne einen Kaffee trinken möchte. Doch unabhängig davon hat Justina eine Mission, eine Geschichte, die sie mir und uns allen erzählen möchte. Diese ist so berührend, stark und wachrüttelnd zu gleich, dass ich dankbar bin, sie von ihr persönlich erzählt bekommen zu haben. 

Mit 19 Jahren ist Justina an Meningokokken erkrankt. Für viele klingt dieser Satz zwar bedrohlich, aber noch zu wenig Menschen können sich unter einer Meningokokken-Erkrankung etwas vorstellen. Justina hat durch ihre Erkrankung und die damit einhergehende Sepsis (Blutvergiftung) ihre Fingerkuppen und Unterschenkel verloren. Eine Folge, die für sie zwar einiges geändert, aus ihr aber keinen anderen Menschen gemacht hat – das merke ich sofort in unserem Gespräch. Denn sie ist sehr aufgeschlossen und wünscht sich, anderen Menschen Mut zu machen, dass auch nach solchen Schicksalsschlägen das Leben gut und glücklich weiterverlaufen kann. Justina ist das beste Beispiel dafür. 

Nichtsdestotrotz ist eine Meningokokken-Erkrankung – so wie jede andere lebensbedrohliche Krankheit – nichts, das man in Kauf nehmen sollte. Gott sei Dank gibt es inzwischen gegen die verschiedenen Meningokokken-Gruppen unterschiedliche Impfungen, die uns schützen können. Jugendliche und junge Erwachsene haben ein erhöhtes Risiko an Meningokokken zu erkranken, am häufigsten betroffen sind Babys und Kleinkinder. Justina selbst war zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung nicht geimpft. Damals, als sie ein kleines Kind war, gab es die heutigen Impfungen gegen Meningokokken noch gar nicht. 

Meningokokken werden über Tröpfchen übertragen. Oft wird erst im Laufe der sehr seltenen Erkrankung erkannt, dass es sich wirklich um die lebensbedrohlichen Bakterien handelt. So auch bei Justina, bei der die ersten Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen typischerweise einem vermeintlich harmlosen grippalen Infekt ähnelten. Erst als am nächsten Tag schwarze Punkte auf ihrer Haut erschienen, rief sie den Rettungswagen. An viel mehr erinnert sie sich nicht mehr, wie sie mir im Interview erzählt, denn im Krankenhaus angekommen, wurde Justina ins Koma versetzt. 

Meningokokken können zu Hirnhautentzündungen sowie Blutvergiftungen führen. Durch eine Sepsis kann es sein, dass, wenn nicht früh genug erkannt, Gliedmaßen amputiert werden müssen oder Patient*innen im schlimmsten Fall versterben. Eine Erkrankung, die in Deutschland zwar sehr selten vorkommt, jedoch auch lebensbedrohlich verlaufen kann. 

Justina hat sich erholt, psychisch und physisch. Denn aus dem Koma aufzuwachen, die betroffene und gleichermaßen hoffende Familie zu sehen, zu merken, dass bis dato belanglose Dinge, wie das Tippen auf dem Handy nicht mehr funktionieren, und dann zu hören, dass ihre Unterschenkel und Fingerkuppen amputiert werden sollen, war für sie erst einmal ein Schock. Doch mit der Zeit – besonders der ersten Zeit zuhause – lernte sie, wie sie mit ihrer neuen Situation umzugehen hat. 

Justina lebt ein selbstbestimmtes Leben, das sie nur bei bestimmten Dingen einschränkt. Treppenlaufen zum Beispiel ist für sie nach wie vor schwierig, denn das ist mit Prothesen nicht leicht. Die trägt Justina übrigens fast immer – auch mit Shorts und natürlich stylischen Schuhen. Sie möchte nämlich zeigen, dass sie (auch, wenn Prothesen für viele Menschen erst einmal fremd wirken) genauso leben, lieben und sein möchte wie andere Frauen mit 24 Jahren. 

Seit ein paar Jahren klärt Justina unter anderem über den Kanal der Kampagne @menigitisbewegt_de über ihre Erkrankung auf. Mehr Informationen über Meningokokken und den bestmöglichen Schutz bekommt ihr unter diesem LINK. Und wenn ihr Justina folgen, euch vielleicht sogar mit ihr austauschen möchtet, dürft ihr euch gerne über ihren Instagramkanal bei ihr melden: @call.me.justina

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